"Sammlung Möll"

Abarth-Sammlung als ein Highlight der Rétromobile 2018

Die Präsentation der größten Abarth-Sammlung der Welt, der "Sammlung Möll", war einer der Höhepunkte der Ausstellung Rétromobile 2018, die kürzlich in Paris zu Ende ging.

Erstmals wurden Teile (20 Fahrzeuge) der seit rund 50 Jahren aufgebauten Sammlung des Schweizer Automobilunternehmers und Abarth-Rennfahrers Engelbert Möll gezeigt. Mit der selektiven Auswahl, an dessen Erstellung auch der österreichische Ex-Abarth-Rennmechaniker und Abarth-Spezialist Komm.-Rat Franz Steinbacher mitgearbeitet hat, wurde den Besuchern in Paris ein repräsentativer Überblick über das einzigartige Wirken des österreichischen Automobil-Konstrukteurs Carlo Abarth vermittelt.

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(v.l.) Komm.-Rat Franz Steinbacher, der ehemalige Abarth-Werksfahrer Arturo Merzario mit Begleitung sowie PS-Enthusiast Christian Clerici

Absolutes Highlight der Abarth-Ausstellung in Paris war die Präsentation des 6-Liter V-12-Motors, der erstmals der Weltöffentlichkeit gezeigt wurde. Dieser wurde unter der Typenbezeichnung 240 im Zuge absoluter Geheimhaltung in den Jahren 1966/67 entwickelt und erreichte am hauseigenen Abarth-Prüfstand eine Leistung von 612 PS bei 7.600 U/min. Dieser Motor sollte beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans 1968 eingesetzt werden. Doch aufgrund einer Regeländerung im Winter 1967/68 mit einer Hubraumbeschränkung auf 3.000 ccm wurde das Le Mans-Projekt von Abarth mit dem Titel T-140 von einem Tag auf den anderen aufgegeben. Vier Motoren befanden sich damals in Bau, 50 Jahre später ist nur mehr das Aggregat aus der "Sammlung Möll" übriggeblieben. (ags)

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(v.l.) Anneliese Abarth, Engelbert Möll, Hans Hermann und Arturo Merzario, stehend Komm.-Rat Franz Steinbacher und Christian Clerici