Die Zeit drängt

Automobilimporteure fordern rasche NoVA-Lösung

In Zeiten der Übergangs-(Experten-)Regierung in Österreich lassen konkrete Beschlüsse weiter auf sich warten. So auch in der Causa Normverbrauchsabgabe (NoVA). Die Automobilimporteure pochen hier nach wie vor auf eine rasche Lösung.

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Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, setzt sich für klare Verhältnisse ein

„Die derzeit herrschende Unsicherheit, wie es mit der NoVA weitergeht, belastet den Markt massiv. Es ist daher höchste Zeit, eine Lösung für die Anpassung der NoVA-Formel zu finden und die Details auch zu kommunizieren. Ein gemeinsam mit dem Finanzministerium ausverhandelter und bereits begutachteter Entwurf liegt am Tisch und bedarf nur noch der Beschlussfassung“, erneuert der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, Günther Kerle, seine Forderung nach einer raschen Anpassung der NoVA-Formel.

„Wir brauchen endlich Klarheit, denn sowohl die Automobilwirtschaft als auch die Kunden müssen wissen, welche Regelung ab 2020 gilt. Eine bloße Übergangsregelung hingegen bringt keine langfristige Rechtssicherheit und konterkariert auch die breite Forderung, ab nächstem Jahr die realistischeren WLTP-Werte auszuweisen“, so Kerle.

Bereits seit Jahren gibt es Handlungsbedarf bei der NoVA. Hintergrund ist das neue Prüfverfahren WLTP zur Ermittlung der „offiziellen“ Verbrauchsangaben von Pkw. Im Vergleich zum bisherigen Verfahren NEFZ fallen bei WLTP die Werte um durchschnittlich 25 % höher aus, was naturgemäß Auswirkungen auf die NoVA hat.

Eine neue Berechnungsformel ist also notwendig, um die NoVA aufkommensneutral zu gestalten. Diese lässt allerdings weiterhin auf sich warten. „Der vorliegende Entwurf zur Anpassung der NoVA-Formel wurde lange und gründlich ausverhandelt. Es geht dabei also keinesfalls um ein sogenanntes ‚Wahlzuckerl‘, sondern um eine vernünftige Adaptierung der Formel aufgrund der neuen Rahmenbedingungen“, betont Kerle.