Umwelt

E-Mobilitäts-Förderung wird aufgestockt

Umweltministerin Leonore Gewessler hat zu Wochenbeginn gemeinsam mit Vertretern der Automobilimporteure die Erhöhung der Förderung für die Elektromobilität verkündet. Mit Juli wird der Kauf eines E-Pkw mit 5.000 statt wie bisher 3.000 Euro gefördert. Angehoben werden auch die Förderungen für umweltfreundliche Zweiräder und jene für die Ladeinfrastruktur.

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Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, sieht einen Schritt zu mehr Umweltfreundlichkeit, fordert aber mehr konjunkturstärkende Maßnahmen für den Fahrzeughersteller bzw. den -handel

Neben der Regierung und den Automobilimporteuren begrüßen auch beiden Autofahrerklubs ÖAMTC und ARBÖ und der Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) die Anhebung der Förderung. Neben den Fahrzeugen selbst wird auch die Förderung der E-Ladeinfrastruktur deutlich erhöht. Die Importeure zeigen sich außerdem darüber erfreut, dass man sich auch auf eine Erhöhung des Bonus für Plug-In-Hybride verständigen konnte.

Signal ja, aber keine konjunkturstärkende Maßnahme

„Mit der Aufstockung des E-Mobilitätsbonus ist uns eine gemeinsame Aktion gelungen, mit der wir ein positives Signal in Richtung Zukunft und saubere Mobilität senden wollen. Dieser Schulterschluss zeigt, dass Klimaschutz und Automobilwirtschaft keineswegs Gegensätze darstellen“, betont Günter Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. Allerdings hält er fest, dass die Erhöhung des E-Mobilitätsbonus zwar ein klares Signal für die Zukunft ist, aber „keine Unterstützung und Konjunkturmaßnahme darstellt, wie wir sie uns in Zeiten der Covid-19-Krise wünschen und auch dringend benötigen würden“, so Kerle. Kritik äußert der Branchenvertreter etwa am Entwurf des Konjunkturstärkungs-Gesetzes, dass zwar Möglichkeiten wie etwa die degressive Abschreibung enthält, Pkw und auch E-Fahrzeuge hingegen von dieser ausgenommen sind. „Das grenzt an Diskriminierung und ist für uns nicht vertretbar.“

Den BEÖ freut besonders die Erhöhung der Förderung für die E-Ladeinfrastruktur. „Besonders die Verdreifachung der Bundesförderung für den Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur ist ein starkes Signal zum Gelingen der Mobilitätswende“, meint BEÖ-Vorsitzende Ute Teufelberger. Nun gehe es darum, die Novellierung des Wohnrechts rasch voranzutreiben, um auch die rechtlichen Hürden für das Laden zu Hause zu beseitigen.