Jubliäum

Einer der weltgrößten Zulieferer feiert sein 100-jähriges Bestehen

Auch für den Stuttgarter Zuliefererkonzern war es ein hartes Jahr. Die Stimmung könnte zum 100-jährigen Jubiläum nicht schlechter sein: Jobabbau und die großen Herausforderungen der Transformation sorgen für Anspannung. Indes bereitet sich das Unternehmen mit der Inbetriebnahme eines neuen Prüfstands für E-Fahrzeuge auf die Zukunft vor.

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Mahle hat sich seit 1920 von der kleinen Kolbenschmiede im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt zu einem globalen Technologiekonzern mit einzigartiger Portfoliobreite gewandelt. Mit der Entscheidung der Mahle-Brüder, die Anteile am Unternehmen im Jahr 1964 an die Mahle-Stiftung zu übertragen, stellten sie die Weichen für eine erfolgreiche, langfristig ausgerichtete und nachhaltige Entwicklung.

„Der Kolben gehört zu unserer Geschichte, doch heute ist Mahle viel mehr", betont Jörg Stratmann, Geschäftsführer und Vorsitzender der Mahle Konzern-Geschäftsführung. "Mit unserer Kompetenz in den Zukunftstechnologien haben wir beste Voraussetzungen, eine nachhaltige Mobilität der Zukunft aktiv mitzugestalten“, so Stratmann. "In den vergangenen 100 Jahren hat sich Mahle kontinuierlich weiterentwickelt, immer mit dem Ziel, wichtige technologische Impulse zu geben und seinen Kunden ein starker Partner zu sein."

Der Technologiekonzern bietet neben Motorkomponenten und Filtrationsprodukten Leistungselektronik und Steuergeräte, Elektromotoren, elektrische Nebenaggregate, Software, Thermomanagement-Produkte sowie Werkstoffexpertise, Fertigungskompetenzen und 3D-Druck-Technologien. Unter anderem ist Mahle im Aftermarket-Bereich tätig und bietet entsprechende Lösungen an: So stammt etwa die erste digitale Methode zum Rekalibrieren von Fahrerassistenzsystemen aus dem Hause Mahle.

Mahle nimmt Prüfstand für E-Fahrzeuge in Betrieb

Mahle investiert rund drei Millionen Euro in die neue Anlage und schloss bereits den ersten Test eines Aggregates für einen Kunden erfolgreich ab. „Mit der Inbetriebnahme des Prüfstands baut Mahle sein globales Leistungsspektrum für die E-Mobilität gezielt weiter aus“, sagt Martin Berger, Leiter Forschung und Vorausentwicklung bei Mahle. Auf dem neuen E-Prüfstand werden für internationale Kunden Funktionsentwicklung, die Simulation von hochdynamischen transienten Betriebsarten, Effizienzmessungen aber auch Torque Vectoring und Radschlupfsimulationen durchgeführt.

Auch die Applikation und Bedatung von Kennfeldern, der Test von Hoch- und Niedervoltsystemen sowie die Untersuchung thermischer Einflüsse gehören zum Leistungsumfang. Zudem können Mahle-Komponenten dort im Systemkontext erprobt werden. Darüber hinaus bietet die neue Einrichtung ein leistungsstarkes Klimatisierungssystem, das für die exakte Simulation der Bedingungen im Fahrzeugbetrieb einen Temperaturbereich von –30 bis +130 Grad Celsius abdeckt.