Fahrassistenzsysteme

Ford Focus mit neuer Falschfahrer-Warnfunktion

Um gegen Falschfahrer vorzugehen hat Ford die Falschfahrer-Warnfunktion eingeführt. Das System soll auch verhindern, dass man selbst zum Geisterfahrer wird.

Von
Automobil Auto Automobilhersteller Ford Fahrsicherheit

Die Falschfahrer-Warnfunktion des neuen Ford Focus warnt Autofahrer, bevor sie in falscher Richtung auf eine Autobahn oder Schnellstraße fahren. Gerade Unfälle mit Geisterfahrern können zu besonders schweren Verletzungen und Todesfällen führen, da sich die Geschwindigkeiten der beteiligten Fahrzeuge bei einem Aufprall addieren.

Wie unheimlich das Phänomen des Falschfahrens in der öffentlichen Wahrnehmung ist, zeigt sich auch in mehreren europäischen Sprachen, die einen identischen Angstbegriff hervorgebracht haben: So heißen Geisterfahrer in den Niederlanden „Spookrijder“ und in Frankreich werden sie „conducteur fantome“ genannt.

„Diese Unfälle können verheerend sein. Autofahrer, die müde sind, verwechseln mitunter Verkehrsschilder“, erklärt Jan Guesten, Development Engineer, Driver Assistance Technologies, Ford of Europe. „Auch schlechtes Wetter kann die Sicht trüben. Wenn Autofahrer aus solchen Gründen auf die falsche Fahrspur geraten, besteht plötzlich eine unmittelbare Gefahr für das Leben von Menschen auf Autobahnen oder Schnellstraßen.“

https://youtu.be/V-au9oHm7xY

Die Falschfahrer-Warnfunktion baut auf dem bestehenden Verkehrsschild-Erkennungssystem von Ford auf. GPS-Informationen das Navigationssystem werden verwendet, um den Standort des Fahrzeugs zu identifizieren. Eine Frontscheibenkamera erkennt wichtige Verkehrszeichen wie Geschwindigkeitsbegrenzungen, die dem Fahrer auf dem Armaturen-Display oder dem optionalen Head-up-Display angezeigt werden.

In Situationen, bei denen der Fahrer zwei „Durchfahrt verboten“-Schilder auf beiden Seiten einer Zubringerstraße zu einer Autobahn oder einer Schnellstraße passiert, gibt die Falschfahrer-Warnfunktion eine Warnung aus, das System zeigt dem Fahrer ein rotes Verbotszeichen sowie die Meldung „Fahrtrichtung prüfen“ an.

Ford testete die Technologie, die zunächst für Kunden in Österreich, Deutschland und der Schweiz erhältlich sein wird, auf der Teststrecke des Unternehmens im belgischen Lommel. Um zusätzliche Tests durchzuführen, wurde die Kamera des Systems vor einen Computermonitor montiert, der eine virtuelle Fahrumgebung anzeigte, die mittels realer GPS-Daten erstellt wurde.

Folgen Sie dem Autor auf: @lukasklamert