Austrian Automotive Business Show

Günther Kerle: B2B-Kunden dürfen Schauräume weiterhin betreten

„Es gibt einen großen Unterschied zum Lockdown im Frühjahr“, betonte Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, in seinem Vortrag im Rahmen der „Austrian Automotive Business Show“.

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(v.l.) Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, mit Ronny Rockenbauer, Moderator der "Austrian Automotive Business Show"

„Denn die Werkstätten sind komplett geöffnet und können somit weiterbetrieben werden. Für Privatkunden sind die Fahrzeug-Schauräume geschlossen, für gewerbliche Kunden darf der Schauraum hingegen genutzt werden“, erklärt Günther Kerle. Allerdings empfiehlt er, die Schauräume während des Lockdowns für alle Kundengruppen geschlossen zu halten.

Wie sehr der Fahrzeughandel in diesem Jahr unter der Covid-19-Pandemie gelitten hat, untermauerte der Importeurs-Sprecher mit Zahlen. In den ersten zehn Monaten betrug der Rückgang bei allen Kraftfahrzeugen 22 %, jener bei Pkw 30 %. „Und auch für November und Dezember schaut es eher schlecht aus. Wir erwarten für den Pkw-Markt im Gesamtjahr einen Rückgang von 30 Prozent bzw. 80.000 weniger verkauften Autos.“

Trotzdem gibt es einige Antriebsarbeiten, die in diesem Jahr bis dato Zuwächse verzeichneten. Das sind einmal die rein batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeuge (BEV) mit einem Zuwachs von rund 33 % (Plus von etwa 2.600 Einheiten), Hybridfahrzeugen mit einer Steigerung von 77 % (Zuwachs von rund 9.000 Fahrzeugen) und den Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen mit einem rasanten Sprung von 240 % (3.800 Fahrzeuge mehr). Der Anteil der BEV am Gesamtmarkt betrug in den ersten zehn Monaten rund 5 %, jener der PHEV 2,7 % und der „normalen“ Hybridautos rund 10 %. „Hier ist ein richtiger Wachstumsmarkt entstanden, wenn auch noch immer auf einem recht kleinen Niveau“, schlussfolgerte Günther Kerle.