Kautschuk

Hoher Staatsbesuch im Löwenzahn-Labor

Für die Reifenproduktion hat Löwenzahn Potenzial. Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erkundigte sich über aktuelle Fortschritte direkt im Forschungslabor von Continental in Anklam.

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Vor Kurzem machte der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Mecklenburg-Vorpommern beim Taraxagum Lab von Continental in Anklam halt. Ziel war es, Informationen über den aktuellen Stand der Entwicklung von Kautschuk aus Löwenzahn zu gewinnen. Im Rahmen seiner „Land in Sicht“-Reise durch Mecklenburg-Vorpommern traf er die Wissenschaftler und Manager des Reifenherstellers aus Hannover. Nach einer Bauzeit von nur einem Jahr hatte Continental das Forschungslabor Anfang Dezember 2018 in Betrieb genommen. Dazu wurden rund 35 Millionen Euro investiert und 20 Mitarbeiter werden im Labor beschäftigt.

Continental untersucht in Anklam die Anbau- und Verarbeitungsmöglichkeiten von Löwenzahn als Kautschukquelle, langfristig soll ein Teil des Kautschukbedarfs des Unternehmens aus Löwenzahn gewonnen werden. Continental sieht Löwenzahn als wichtige Alternative und Ergänzung zu konventionellem Naturkautschuk um den global steigenden Bedarf auf umweltverträgliche und verlässliche Weise zu decken.

Die Investition in das neue Forschungs- und Versuchslabor ist außerdem ein nächster technologischer Meilenstein zur Umsetzung der Vision 2025, die Continental für sein Reifengeschäft entwickelt hat. Langfristiges Ziel des Forschungsprojekts ist es, eine ökologisch, wirtschaftlich und sozial sinnvolle Lösung für die steigende Nachfrage nach Naturkautschuk zu finden, die die Anbaugebiete für den traditionellen Kautschukbaum in den Tropen entlastet.