CO2-Reduktion bei Pkw festgeschrieben

Kompromiss bei EU-Klimazielen

Mit einer Einigung der EU-Mitgliedstaaten auf eine CO2-Reduktion von Pkw um 35 % bis 2030 ist jüngst eine Sitzung der Umweltminister der Union zu Ende gegangen. Manchen Industriestaaten ist dieser Wert zu hoch, im Gegensatz kritisieren beispielsweise Oppositionspolitiker und Umweltschützer den festgelegten Wert als zu niedrig.

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Viele Kritiker sehen die Einigung als nicht ambitioniert genug

Das Ergebnis sei nicht zuletzt ein großer Tag für die österreichische Ratspräsidentschaft, betonte Umweltministerin Elisabeth Köstinger. Im Rat der Umweltminister stimmten letztlich 20 Mitgliedstaaten für das nun vorliegende Ergebnis, vier Staaten stimmten dagegen und vier Länder enthielten sich der Stimme.

Kritik an dem Kompromiss kommt im Inland beispielsweise von den politischen Parteien Grüne, Neos und Liste Pilz, und auch der dem Autofahrer wohlgesonnene ÖAMTC sieht die in der Einigung festgeschriebenen Ziele als nicht genügend ambitioniert. „Wenn sich der Rückgang der CO2-Emissionen von Neufahrzeugen so fortsetzt wie bisher, ist das alles andere als ambitioniert“, hält Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, fest. Zudem erscheint dem Club das Festschreiben von prozentuellen Zielen – basierend auf dem Referenzjahr 2021 – als nicht zielführend. „Um mögliche Tricksereien von vorne herein auszuschließen, schlagen wir für 2025 ein konkretes Emissionsziel von 70g CO2/km berechnet auf NEFZ-Basis vor. Das ist engagiert, aber erreichbar", so Wiesinger.