Batterien

Mit Blei-Säure-Batterien sicher durch die Krise

Banner Batterien freut sich über ein Umsatzplus - trotz Corona-Krise. Mit den Standorten Leonding und Thalheim bei Wels sowie einem guten Vertriebsnetz sieht sich das mittelständische Unternehmen für die Zukunft gut aufgestellt.

In den letzten drei Jahren hat Banner in Leonding mehr als 30 Millionen Euro in die Standortentwicklung investiert. Mit neuem Standort und eigener "Agenda 2030" sehen sich Andreas Bawart, Kaufmännischer Geschäftsführer und Franz Märzinger, MBA, Leiter Vertrieb und Marketing bestens für die Zukunft aufgestellt. 

Die Zahlen des oberösterreichischen Unternehmens sprechen für sich: 4,1 Millionen Starterbatterien konnten im Krisenjahr 2020 verkauft und damit ein Umsatz von 270 Millionen Euro erzielt werden. Zudem hat das Unternehmen Ende 2020 einen Großauftrag in Nordamerika erhalten. Das Gesamtvolumen beträgt rund 60 Millionen Euro. In den nächsten Jahren werden insgesamt rund 1,5 Millionen Blei-Säure-Batterien in die Vereinigten Staaten und nach Kanada geliefert. „Dieser Großauftrag trägt wesentlich zur Sicherung von Arbeitsplätzen in Österreich bei. Die neue Absatzregion Nordamerika führt zu einer noch besseren Risikostreuung“, sagt Andreas Bawart, Kaufmännischer Geschäftsführer von Banner. 

Diese positiven Zahlen geben Grund zur Hoffnung, dass die strategische Aufstellung des Unternehmens die richtige Herangehensweise für die Zukunft darstellt. Trotz eines Umbruchs der Automobilindustrie wird die Blei-Säure-Batterie auch weiterhin eine wichtige Rolle für die Mobilität spielen. „Die Zurückdrängung des Verbrennungsmotors ist klar ein Aspekt, mit dem sich die Banner Gruppe aktuell und künftig weiter auseinandersetzen muss“, sagt Franz Märzinger, Leiter Vertrieb und Marketing bei Banner in einer kürzlich abgehaltenen Pressekonferenz.

Aber: „Verbrennungsmotoren, die neu auf den Markt kommen, stellen nach wie vor einen sehr beträchtlichen Anteil am Gesamtmarkt dar. Gekoppelt mit einer durchschnittlichen Fahrzeugnutzungsdauer von zehn bis 15 Jahren ist auch der Nachrüstmarkt für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren weiterhin beträchtlich. Genauso gibt es gerade im Bereich der Fern-Lkw keine wirklichen Alternativen zum Verbrennungsmotor – hier sieht die Banner Gruppe auch in Zukunft große Wachstumsmöglichkeiten für Starterbatterien“ so Märzinger. 

12-Volt-Blei-Batterie auch in E-Autos 

Was viele nicht wissen: Zur Versorgung des Bordnetzes, kommen Blei-Säure-Batterien auch in Elektrofahrzeugen zum Einsatz. Eine Tatsache, auf die auch Banner Batterien setzt. „Der Einzug der Elektromobilität in die Automobilbranche ist unaufhaltsam. Ob sich diese tatsächlich durchsetzt, wird sich erst in einigen Jahren zeigen.“ Tatsache ist, dass herkömmliche Blei-Säure-Batterien mit derzeit rund 90 Prozent den Löwenanteil am weltweiten Batteriemarkt einnehmen", so Bawart. Branchenschätzungen gehen von jährlichen Zuwachsraten in Höhe von zwei bis drei Prozent aus. Einen markanten Unterschied gibt es dann doch: Die Blei-Säure-Batterien, die in E-Fahrzeugen zur Anwendung kommen, sind kleiner, als jene, die in konventionellen Verbrennern eingebaut werden. 

Traditionelle Starterbatterien weiterentwickelt 

„Daher setzen wir konsequent auf diese Entwicklung und arbeiten bereits intensiv an der nächsten Generation der traditionellen Starterbatterien. Wir investieren jährlich rund zehn Millionen Euro in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Unser primäres Ziel ist und bleibt jedoch eine nachhaltige, wirtschaftlich gesunde Unternehmensausrichtung. Mit der Agenda 2030 stellen wir uns als Banner Gruppe dem Leitprinzip der Wirtschaftlichkeit und den Herausforderungen der digitalen Transformation“, betont Bawart.