Werkstatt

Nachhaltigkeit hat in die Kfz-Werkstätten Einzug gehalten

Aus einer aktuellen Studie des Werkstatt-Portals FabuCar im Auftrag des Großhandelsunternehmens Berner geht hervor, dass nachhaltiges Arbeiten in Kfz-Werkstätten kein Fremdwort mehr ist.

Defekte Stoßstangen, Spoiler oder Seitenspiegel einfach wegschmeißen und durch Neuteile ersetzen? Das war gestern. Im Kfz-Handwerk wird heute deutlich nachhaltiger agiert und natürliche Ressourcen werden geschont. Das geht aus einer aktuellen Studie des Werkstatt-Portals FabuCar im Auftrag des Großhandelsunternehmens Berner hervor.

Laut Studie gehört das Reparieren von Plastik- oder Kunststoffteilen in vier von zehn (38%) Kfz-Betrieben inzwischen zum täglichen Geschäft. Mehr als die Hälfte schätzt den entsprechenden Arbeitsanteil demnach auf mindestens 5%, jeder Dritte geht von 10 bis 20% aus. In vielen Werkstätten (11%) macht die Kleinschadenreparatur inzwischen sogar bereits jeden dritten bis vierten Auftrag aus.

Mit Abstand am meisten werden defekte Stoßstangen und Spoiler gefixt, gefolgt von Seitenspiegeln. Ebenfalls häufig kaputt: Bodenplatten, Kotflügel, Kühler und Windabweiser. Immer stärker nachgefragt werden von Kunden zudem auch Reparaturen im Fahrzeuginnenraum. Türgriffe, Lüftungsregler sowie Smartphone- und Getränke-/Becherhalter sind hiervon besonders betroffen.

Gefragt, was ihrer Meinung nach der größte Vorteil für den Verbraucher ist, wenn dieser kaputte Fahrzeugteile reparieren statt austauschen lässt, sind sich neun von zehn Kfz-Experten einig: „Es ist kostengünstiger.“ Interessant ist, dass die Werkstattprofis bei den weiteren Pluspunkten den Umweltaspekt (Vermeidung von Plastik-/Kunststoffmüll) noch wichtiger einschätzen als die mögliche Zeitersparnis, die sich ergibt, weil der jeweilige Autobesitzer nicht auf die Lieferung bestellter Original-Ersatzteile warten muss.  

Gute Nachricht übrigens für alle Fahrzeughalter in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Die Anzahl der Werkstätten, die Plastik- und Kunststoffteile reparieren, dürfte im Laufe der nächsten Jahre deutlich zunehmen. So sagte im Rahmen der B2B-Studie von Berner fast jeder dritte Befragte (29%), dass er das Thema „grundsätzlich sehr interessant“ findet und sich deshalb gut vorstellen kann, seinen Kunden perspektivisch auch einen solchen Service anzubieten.