Ersatzteilogistik

Neues Logistikzentrum der bilstein group in Gelsenkirchen

Im Industriepark "Schalker Viertel" steht ein neues Logistikzentrum, das Arbeitsplätze für rund 200 Personen schafft. Mit circa 120 Millionen Euro handelt es sich zudem um die größte Einzelinvestition in der Geschichte der bilstein group. 

Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge und Stadtrat Christopher Schmitt haben gemeinsam mit den Geschäftsführern der bilstein group, Jan Siekermann und Karsten Schüßler-Bilstein, das neue Logistikzentrum des Ennepetaler Unternehmens im Industriepark "Schalker Verein" eingeweiht.  Vor knapp zwei Jahren wurde zu bauen begonnen. Mit rund 120 Millionen Euro handelt es sich um die größte Einzelinvestition in der Geschichte der bilstein group. 

45.000 Quadratmeter Fläche

Das Gebäude des Herstellers und Lieferanten von Ersatzteilen für Pkw und Nutzkraftwagen ist rund 45.000 Quadratmeter groß – mit einer hochgradig automatisierten Logistik als Herzstück. Diese ermöglicht nicht nur ein konstant hohes Versandvolumen, es können auch mehr Waren auf der gleichen Fläche gelagert und verarbeitet werden als in einem konventionellen Lager. Das Logistikzentrum bietet Kapazitäten für bis zu 116.000 Paletten und 228.000 Behälter. Von hier verschickt die bilstein group ab Mitte 2022 Pkw- und Nkw-Komponenten in die ganze Welt.

© bilstein group

Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge und Stadtrat Dr. Christopher Schmitt haben  gemeinsam mit den Geschäftsführern der bilstein group, Jan Siekermann und Karsten Schüßler-Bilstein die Eröffnung vorgenommen 

Hochautomatisierte Logistik 

Bis zum Hochlauf im Frühjahr wird die automatisierte Logistik softwareseitig konfiguriert und getestet. Bis dahin sollen auch etwa 200 neue Mitarbeiter eingestellt werden, bis Ende nächsten Jahres könnten es bis zu 400 werden – von gewerblichen Logistikmitarbeitern, über Büro- und IT-Fachkräfte bis zu Mechatronikern. Danach plant das Unternehmen mit zusätzlichen Einstellungen im Rahmen des weiteren Kapazitätsausbaus.

45 Prozent weniger Primärenergie

Das Logistikzentrum ist nicht nur technisch, sondern auch in puncto Nachhaltigkeit auf dem neuesten Stand: Das Gebäude erfüllt den KfW-Standard 55, dadurch benötigt es 45 Prozent weniger Primärenergie als ein vergleichbares Gebäude. Hinzu kommen eine circa 6.000 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage und rund 15.000 Quadratmeter Dachbegrünung. "Das Logistikkonzept hilft uns zudem, durch seine Funktionsweise sowie den Einsatz von energieeffizienten Antrieben und Komponenten, die Verarbeitung und Distribution unserer Verschleißteile so energieeffizient wie möglich abzuwickeln", sagt Geschäftsführer Jan Siekermann.

Den Bau des Logistikzentrums hat das Unternehmen BMS Industriebau GmbH aus dem sauerländischen Brilon verantwortet – nach Entwürfen des Ennepetaler Architekturbüros Frey + Frey Architekten. Mit der Logistikplanung und der Realisierung der Intralogistik ist das oberpfälzische Unternehmen IGZ Automation GmbH beauftragt.