Studie

Österreichs Jugend setzt auf E-Mobilität

Erneuerbare Energien haben in Österreich aktuell einen hohen Stellenwert. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der WU Wien, Deloitte Österreich und Wien Energie. Große Akzeptanz, vor allem in der jüngeren Bevölkerung, wird der E-Mobilität entgegengebracht.

In der Studie wurde ein besonderer Schwerpunkt auf Teilnehmer im Alter zwischen 15 und 25 Jahren gelegt. Die Untersuchung dieser Altersgruppe zeigt, dass Jugendliche mehr Wert auf die Stromherkunft legen, die Generationengerechtigkeit betonen und verstärkt auf Elektromobilität setzen.

Wesentlicher Treiber für den Ausbau der Erneuerbaren Energie ist und bleibt der Umweltschutz, 84 % sehen darin das entscheidende Argument. Rund die Hälfte befürwortet laut Studie auch ein Verbot von älteren Dieselfahrzeugen in Innenstädten. Und auch das E-Auto nimmt Fahrt auf. Für 52 % der Studienteilnehmer ist ein eigenes E-Auto eine realistische Option, 42 %, die sich ein solches Fahrzeug anschaffen würden, wollen dies innerhalb der kommenden fünf Jahre tut. Bei den Jugendlichen beträgt die Kaufabsicht für ein E-Auto sogar 61 %. Generell gehen mehr als die Hälfte der Befragten davon aus, dass der Markt in 20 Jahren von Elektroautos dominiert sein wird. Allerdings, so die Studie, müssten sich noch die Rahmenbedingungen verbessern: "Zu geringe Reichweite bei den Fahrzeugen, eine unzureichende Ladeinfrastruktur und nach wie vor zu hohe Preise sind oftmals noch hinderlich", betont Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich. "Laut Studie kostet das Wunsch-E-Auto 20.000 Euro, fährt mit einer einzigen Ladung 650 Kilometer und ist nach einer Stunde wieder vollständig aufgeladen."

© Bosch
Die Infrastruktur rund um die E-Mobilität muss sich laut Befragung noch verbessern

Für die repräsentative Studie wurden österreichweit 1.006 Teilnehmer zwischen 18 und 70 Jahren sowie 261 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren befragt. (ags)