Powergy

Pirelli mit neuem Aftermarket-Sommerreifen

Mehr virtuell und weniger real: Was in Meetings seit Längerem gang und gäbe ist, kommt nun auch in der Reifenindustrie verstärkt zum Einsatz. So überrascht es nicht, dass der italienische Reifenhersteller Pirelli seinen neuen Pkw-Sommerreifen Powergy mit Hilfe von Virtual-Reality-Systemen (vor-)entwickelt hat.

Der neue Pirelli Powergy soll bis Jahresende in 55 Dimensionen zwischen 17 und 20 Zoll verfügbar sein.

In diesem Prozess hat Pirelli den Fokus auf Umwelt, Sicherheit und Nachhaltigkeit gelegt. Herausgekommen ist mit dem Powergy ein Produkt für den Aftermarket, das sich für Crossover, SUV, Limousinen und Vans eignet. Bis Ende 2021 soll der neue Reifen in 55 Größen von 17 bis 20 Zoll und in den Geschwindigkeitsindizes H bis Y erhältlich sein. Der neue Pirelli Powergy weist ein exzellentes Bremsverhalten auf nasser Fahrbahn auf, was sich in der A-Bewertung beim EU-Reifenlabel in der Kategorie Nassgriff wiederfindet. Zudem senkt der geringe Rollwiderstand den Kraftstoffverbrauch und damit auch die CO2-Emissionen. Ebenso wie in der Kategorie Geräuschemissionen fährt Pirelli auch bei der Kraftstoffeffizienz den Labelwert B ein.

Optimierung auf maximale Aufstandsfläche

Im Verlauf der Entwicklung hat Pirelli auf fortschrittlichste Virtual-Reality-Systeme zurückgegriffen. Damit ist es unter anderem gelungen, das Profil und die Lauffläche auf eine maximale Aufstandsfläche zu optimieren. Die Aufstandsfläche ist perfekt ausbalanciert und weist einen gleichmäßigen Druck auf, womit die Bremswege verkürzt sowie die Kontrollierbarkeit und Fahrpräzision verbessert werden. Mischungen mit spezifischen Polymeren sorgen dafür, das Nassbremsverhalten zu verbessern und die Lebensdauer des Reifens zu erhöhen. Beim Profildesign hat man sich für breite Längsrillen und flossenförmige Lamellen entschieden. Das bringt eine hervorragende Wasserableitung mit sich, womit die Aquaplaninggefahr verringert und die Sicherheit bei Nässe erhöht werden konnte. Diese Ergebnisse resultieren aus der Datenanalyse des statischen Simulators in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Pirelli in Mailand sowie den abschließenden Streckentests zur Validierung des neuen Powergy. Damit konnte die Entwicklungszeit, die im Falle des Powergy 18 Monate betragen hat, erheblich reduziert werden. Mit dem teilweisen Verzicht auf physische Prototypen geht auch eine höhere Umweltverträglichkeit einher. Die F&E-Abteilung von Pirelli wird auch aus diesem Grund die neu geschaffenen Prozesse zukünftig verstärkt in die Reifenentwicklung einfließen lassen.