Statistik

Pkw-Neuzulassungen im Halbjahr stark rückläufig

Die Corona-Krise hat auf den heimischen Neuwagen-Markt wie erwartet hart durchgeschlagen. Die genauen Zahlen finden Sie bei uns.

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Auch der Fahrzeughandel sucht "Wege aus der Krise"

Im 1. Halbjahr 2020 wurden laut den Daten der Statistik Austria 112.787 Pkw neu zum Verkehr zugelassen – um 63.122 oder 35,9 % weniger als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Alle Monate des heurigen Jahres waren von Rückgängen betroffen: Jänner -9,1 %, Februar -10,9 %, März -66,7 %, April -64,9 %, Mai -33,9 % und Juni -18 %.

Wirft man einen Blick auf die Antriebsarten, so hat sich Zahl benzinbetriebener Pkw (-45,1 %; Anteil: 46,8 %) und dieselbetriebener Pkw (-36,7 %; Anteil: 38,0 %) rückläufig entwickelt. Einen Aufschwung mit +42,2 % verzeichneten hingegen Fahrzeuge mit alternativem Antrieb. Der Anteil alternativ betriebener Fahrzeuge an den gesamten Pkw-Neuzulassungen lag mit 17.135 Neuzulassungen bei einem Anteil von 15,2 % (2019: 12.053 Einheiten; Anteil von 6,9 %).

Auf die Top-10-Pkw-Marken entfielen im 1. Halbjahr 2020 mehr als zwei Drittel aller Neuzulassungen. VW blieb trotz eines Rückgangs bei den Einheiten von 40,5 % mit einem Anteil von 15,4 % Marktführer. Durchweg zweistellige Rückgänge gab es bei den weiteren Top-10-Pkw-Marken: Opel -52,8 %, Ford -43,5 %, Seat -36,3 %, Hyundai -32,4 %, Audi -30,7 %, Renault -30,4 %, Skoda -25,6 %, BMW -21,9 % und Mercedes-Benz -21,6 %.

Von Jänner bis Juni 2020 wurden in Summe 162.854 Kraftfahrzeuge (-31,4 %) neu zum Verkehr zugelassen. Am Nutzfahrzeugmarkt wurden weniger Neuzulassungen bei Sattelzugfahrzeugen (-53,3 %), Lkw der Klasse N2 (-45,4 %), Lkw der Klasse N3 (-43,3 %) und Lkw der Klasse N1 (-27,4 %) verzeichnet. Land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen entwickelten sich gegenüber dem 1. Halbjahr 2019 positiv (+1,7 %). Bei den Zweirädern wurden weniger Motorräder (-8,0 %) und Motorfahrräder (-8,2 %) neu zugelassen.