Pkw-Neuzulassungen

Rückgang in Salzburg noch höher als im Bundesschnitt

Die Covid-19-Pandemie hat den Fahrzeughandel im Bundesland Salzburg noch stärker getroffen als den österreichweiten Durchschnitt. Mit 20.021 Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2020 betrug das Minus auf Jahressicht 28,4 %.

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Josef Nußbaumer, Obmann Landesgremium Fahrzeughandel Salzburg, ist für die kommenden Monate vorsichtig optimistisch

Österreichweit hat der Rückgang wie berichtet 24,5 % ausgemacht. „Der Markt hat sich entsprechend den Corona-bedingten Maßnahmen entwickelt. Zwei Lockdown haben den Handel durch einen Verkaufsstopp massiv getroffen und andererseits die Kunden vorsichtig und verhalten reagiert. Dazu kommen einige Steuererhöhungen. Das hinterlässt natürlich Spuren“, resümiert Josef Nußbaumer, Obmann Landesgremium Fahrzeughandel Salzburg.

Im Bundesland Salzburg hat sich Zahl der im Vorjahr zugelassenen Benzin-Pkw von 14.463 auf 7.816 (-46 %) nahezu halbiert, bei den Diesel-Pkw gab es einen Rückgang von 11.327 auf 7.710 (-31,9 %) Einheiten. Zuwächse gab es hingegen bei Pkw mit alternativen Antrieben – bei Hybridfahrzeugen ein Plus von 108,1 % auf 2.907 Fahrzeuge und bei E-Autos ein Plus von sogar 113,9 % auf 1.553 Fahrzeugen. Der Anteil an den gesamten Zulassungen betrug in Salzburg bei den Hybridfahrzeugen 14,5 % und bei E-Autos 7,8 %. „Hier greifen vor allem die Förderungen“, nennt Josef Nußbaumer einen Hauptgrund.

Stark zurückgegangen sind 2020 in Salzburg auch die Pkw-Tageszulassungen – von 1.667 auf 568 Fahrzeuge (-65,9 %). Bei den Gebrauchtwagen gab es ein kleines Minus von 2,7 % auf 52.270 Pkw.

Für die kommenden Monate versprüht Josef Nußbaumer vorsichtigen Optimismus: „Aufgrund der NoVA-Ausweitung rechnen wir bis zur Jahresmitte mit Vorziehkäufen bei leichten Nutzfahrzeugen und hoffen auf durchdachte Maßnahmen von Seiten der Politik, die unseren Markt beleben und so Tausende Arbeitsplätze erhalten bleiben können.“