Kritik

Unmut über Verkehrspläne von Wiens Vizebürgermeisterin

Verwundert zeigen sich die Verantwortlichen der Kfz-Werkstätten, des Kfz-Teilehandels und des Wirtschaftsbundes über die Pläne von Wiens Grüner Vizebürgermeisterin Birgit Hebein, wonach es in der Bundeshauptstadt nur mehr rund 350.000 Kraftfahrzeuge geben soll.

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(v.l.) Ing. Georg Ringseis, Landesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik, und Ing. Mag. Bernhard Dworak, Obmann-Stellvertreter Landesgremium Fahrzeughandel, kritisieren die aktuellen Ankündigungen von Wiens Vizebürgermeisterin Birgit Hebein

„Individuelle Mobilität und das Umfeld aus Kfz-Reparatur- und (Ersatzteil-)Handelsbetrieben sind nicht nur ein für Wien immens wichtiger Wirtschafts- und Arbeitsfaktor, sondern auch Grundsäulen einer modernen Großstadt sowie deren Logistik. Wir hoffen, dass die Ankündigung ‘Wir brauchen um die Hälfte weniger Autos‘ dem beginnenden Wien-Wahlkampf geschuldet ist und damit nicht die nächste Welle an Verbots- und Verteuerungsmaßnahmen über uns hereinbricht. Viel notwendiger als solche Ankündigungen ist eine starke Partnerschaft zwischen Stadt und privaten Unternehmen, zur Modernisierung und Stärkung dieses für Stadt und Bevölkerung so wichtigen Wirtschaftssektors“, betont Lukas Lechner, Leitung Politik & Presse Wirtschaftsbund Wien.

Kern des Anstoßes sind Aussagen von Birgit Hebein, dass rund die Hälfte des Fahrzeugbestands in Wien nicht notwendig sei. Aktuell sind rund 890.000 Kfz in Wien zum Verkehr zugelassen, die sowohl die individuelle Mobilität als auch die Nahversorgung sichererstellen. Die Wiener Kfz-Betriebe würden von einer Halbierung des Kfz-Bestands sehr stark betroffen sein, rund die Hälfe der Betriebe würde dann wohl schließen müssen. „Kraftfahrzeuge, die den aktuellen Zulassungsbestimmungen entsprechen, sind die Basis des Reparaturgeschäfts“, wie Ing. Georg Ringseis, Landesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik, und Ing. Mag. Bernhard Dworak, Obmann-Stellvertreter des Landesgremiums Fahrzeughandel, unisono festhalten. „Verkehrspolitik soll für und nicht gegen die Bevölkerung und die Wirtschaft stattfinden. Es ist Zeit, dass sich die Kfz-Branche gemeinsam mit ihren Kunden gegen die Schikanen der Grünen Politik stellt“, machen die beiden Branchenvertreter ihrem Unmut Luft.