Wirtschaft : Schaeffler mit solidem ersten Halbjahr 2025
Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands bei Schaeffler.
- © SchaefflerAuf Gruppenebene zeigte sich in den Regionen im Berichtszeitraum ein heterogenes Bild. Während der Umsatz in den Regionen Europa und Greater China im Pro-Forma-Vergleich währungsbereinigt um 5,2 % und 6,1 % unter den Vorjahreswerten lag, wuchsen die Umsätze in den Regionen Americas und Asien/Pazifik im Pro-Forma-Vergleich währungsbereinigt um 0,9 % und 5,5 %.
Die Schaeffler Gruppe erzielte in den ersten sechs Monaten 2025 ein EBIT vor Sondereffekten in Höhe von 482 Millionen Euro (Pro-Forma-Vorjahr: 531 Millionen Euro). Die EBIT-Marge vor Sondereffekten von 4,1 % lag im Pro-Forma-Vergleich auf Vorjahresniveau (Pro-Forma-Vorjahr: 4,3 %).
Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG, sagte: „Im ersten Halbjahr 2025 hat sich die Schaeffler Gruppe auf Basis ihrer neuen Struktur mit vier produktorientierten Sparten erfolgreich weiterentwickelt. Erfreulich ist die positive Entwicklung der Sparte E-Mobility, ebenso wie die fortgesetzt starke Performance unserer Sparte Vehicle Lifetime Solutions, die erneut zur Stabilität und Stärke des Unternehmens beiträgt. Die marktbedingten Umsatzrückgänge in den Sparten Powertrain & Chassis sowie Bearings & Industrial Solutions können wir dank unserer breiten Aufstellung ausgleichen. Die Schaeffler Gruppe ist trotz des schwierigen Umfelds und der laufenden Integration auf einem guten Weg, ihr operatives Potenzial auszuschöpfen und sich noch stärker als bisher auf ihr Kundengeschäft zu fokussieren.“
E-Mobility – Starker Auftragseingang
Im ersten Halbjahr 2025 stiegen die Umsätze der Sparte E-Mobility im Pro-Forma-Vergleich währungsbereinigt um 9,7 % auf 2.419 Millionen Euro (Pro-Forma-Vorjahr: 2.268 Millionen Euro). Dies war vor allem auf den Anstieg der Produktion von elektrifizierten Fahrzeugen zurückzuführen. Insbesondere Produkthochläufe in den Regionen Europa und Americas trugen zum Wachstum bei. Der Auftragseingang der Sparte im ersten Halbjahr 2025 lag bei 4,6 Milliarden Euro, davon entfielen 1,6 Milliarden Euro auf das zweite Quartal 2025.
Im Berichtszeitraum wurde ein EBIT vor Sondereffekten von minus 461 Millionen Euro erzielt (Pro-Forma-Vorjahr: minus 584 Millionen Euro). Dies entspricht einer verbesserten EBIT-Marge vor Sondereffekten von minus 19,0 % (Pro-Forma-Vorjahr: minus 25,7 %). Die positive Entwicklung war im Wesentlichen auf den Volumenzuwachs zurückzuführen. Im zweiten Quartal des Jahres erzielte die Sparte ein EBIT vor Sondereffekten von minus 192 Millionen Euro (Pro-Forma-Vorjahr: minus 260 Millionen Euro), was einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von minus 15,5 % (Pro-Forma-Vorjahr: minus 22,0 %) entspricht.
Powertrain & Chassis – EBIT-Marge vor Sondereffekten unter Pro-Forma-Vorjahr
Im Pro-Forma-Vergleich sanken die Umsätze der Sparte Powertrain & Chassis im ersten Halbjahr 2025 um währungsbereinigt 9,1 % auf 4.547 Millionen Euro (Pro-Forma-Vorjahr: 5.103 Millionen Euro). Hauptursache war ein Rückgang der Nachfrage im Wesentlichen durch die etablierten Hersteller in der Region Europa. Ebenfalls war die globale Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor rückläufig. Zusätzlich waren Effekte aus der strategischen Bereinigung des Portfolios zu verzeichnen. Der Auftragseingang der Sparte im ersten Halbjahr 2025 lag bei 4,7 Milliarden Euro, davon entfielen 1,9 Milliarden Euro auf das zweite Quartal 2025.
Im Berichtszeitraum erwirtschaftete die Sparte Powertrain & Chassis ein EBIT vor Sondereffekten von 509 Millionen Euro (Pro-Forma-Vorjahr: 648 Millionen Euro). Die EBIT-Marge vor Sondereffekten lag im ersten Halbjahr 2025 bei 11,2 % (Pro-Forma-Vorjahr: 12,7 %), insbesondere zurückzuführen auf den Volumeneffekt sowie negative Währungskurseffekte.
Vehicle Lifetime Solutions – Erneut starker Ergebnisbeitrag
In der Sparte Vehicle Lifetime Solutions stiegen die Umsätze im Berichtszeitraum währungsbereinigt im Pro-Forma-Vergleich um 6,3 %, im Wesentlichen zurückzuführen auf Volumeneffekte. Insgesamt erzielte die Sparte Umsatzerlöse in Höhe von 1.564 Millionen Euro (Pro-Forma-Vorjahr: 1.505 Millionen Euro).
Das EBIT vor Sondereffekten betrug 235 Millionen Euro (Pro-Forma-Vorjahr: 243 Millionen Euro), was einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 15,0 % entspricht (Pro-Forma-Vorjahr: 16,1 %). Der Rückgang im Pro-Forma-Vergleich war vor allem auf negative Währungskurseffekte und den Umsatzmix zurückzuführen.
Bearings & Industrial Solutions – EBIT-Marge vor Sondereffekten gehalten
Im ersten Halbjahr 2025 sanken die Umsatzerlöse der Sparte Bearings & Industrial Solutions im Pro-Forma-Vergleich währungsbereinigt um 1,3 % auf 3.241 Millionen Euro (Pro-Forma-Vorjahr: 3.342 Millionen Euro). Hauptursache war ein marktbedingter Volumenrückgang in der Region Europa.
Im Berichtszeitraum erzielte die Sparte ein EBIT vor Sondereffekten von 257 Millionen Euro (Pro-Forma-Vorjahr: 263 Millionen Euro). Die EBIT-Marge vor Sondereffekten lag mit 7,9 % im Pro-Forma-Vergleich auf Vorjahresniveau (Pro-Forma-Vorjahr: 7,9 %).