Automechanika Frankfurt 2026 : KI, Software und Zukunft der Werkstätten im Fokus
Michael Johannes, Vice President Mobility & Logistics Messe Frankfurt Exhibitions GmbH, und Andreas Übelbacher, Chefredakteur „AUTOSERVICE“, der die automechanika bereits seit den 1990er Jahren besucht und über die große Leistungsschau für den Kfz-After-Sales-Bereich immer wieder berichtet hat, nach der automechanika Frankfurt-Pressekonferenz Ende April 2026 in Wien.
- © AutoserviceDie Automechanika Frankfurt findet von 8. bis 12. September 2026 statt und setzt verstärkt auf Zukunftsthemen der Automotive-Branche. Im Mittelpunkt stehen Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz, softwaredefinierte Fahrzeuge, Elektromobilität, Datenmanagement und neue Mobilitätskonzepte.
Als internationale Leitmesse für Industrie, Werkstatt und Handel will die Veranstaltung neue Technologien und Services stärker in den Fokus rücken. Dabei sollen auch neue Marktteilnehmer und Akteure aus dem Bereich Software und Digitalisierung eingebunden werden.
Neue Kooperation mit dem VDIK
Neu ist die Zusammenarbeit zwischen der Automechanika Frankfurt und dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). Ziel der Kooperation ist die stärkere Vernetzung im markengebundenen Aftermarket sowie die gemeinsame Diskussion zentraler Zukunftsthemen.
Im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe „Road to Automechanika“ werden bereits im Vorfeld aktuelle Aftersales-Themen diskutiert. Nach Veranstaltungen in Berlin und Frankfurt ist für 24. Juni ein weiteres Event in Berlin geplant.
Michael Johannes, Vice President Mobility & Logistics der Messe Frankfurt, verweist insbesondere auf die steigende Bedeutung von Fahrzeugdaten, Assistenzsystemen sowie Wartungs- und Servicemanagement im Aftermarket.
Software Defined Vehicle als neuer Schwerpunkt
Ein neuer Themenschwerpunkt der Messe ist das sogenannte Software Defined Vehicle. In der Festhalle entsteht dazu das neue Forum „HighTech4Mobility“.
Diskutiert werden dort unter anderem Themen wie Advanced Driver Assistance Systems (ADAS), autonomes Fahren, Datenmanagement, Cybersecurity und In-Car-Entertainment. Eingeladen sind Softwareunternehmen, OEMs, Tier-1-Zulieferer und Branchenexperten.
Neue Erlebnisformate im Freigelände
Auch das Rahmenprogramm wird erweitert. Mit der „Automechanika Pitlane“ entsteht unter den Arkaden der Halle 4 eine rund 200 Meter lange Boxengasse für Motorsportfans. Geplant sind Fahrzeugpräsentationen, Live-Action, Challenges und Programmpunkte rund um Motorsportfahrzeuge.
Vor den Hallen 9 und 11 soll zudem der neue „Experience Park“ entstehen. Dort sind unter anderem Monstertrucks, ein Unimog-Parcours sowie ein Überschlag-Simulator vorgesehen. Testfahrten mit Elektrofahrzeugen und alternativen Antrieben werden erneut im „Future Mobility Park“ auf der Agora angeboten.
Ausbau des Classic-Car-Bereichs
Der Bereich für Old- und Youngtimer wird ebenfalls erweitert. Gemeinsam mit FIVA, Bosch, DAT, Eucon und ROWE wurde dafür die „Classic Alliance“ gegründet. Ziel ist die stärkere Vernetzung von Experten aus dem Classic-Bereich sowie die Darstellung von Geschäftspotenzialen für Werkstätten und Handel.
Geplant sind Live-Restaurierungen, Fachgespräche, Bühnenprogramme sowie tägliche Networking-Formate. Ein weiterer Programmpunkt ist die Verleihung des „Goldenen Klassikers“ durch AUTO BILD KLASSIK am 8. September 2026.
Nachwuchsformat „AMBITION“ wird erweitert
Das Nachwuchsformat „AMBITION“ richtet sich erneut an Schülerinnen und Schüler, Auszubildende sowie Studierende. Unter dem Motto „What’s up next?“ werden Berufsbilder, Technologien und Karrierewege der Branche präsentiert.
Für 2026 zieht das Format in die Festhalle um und wird gemeinsam mit Partnern wie Eintracht Frankfurt, Myle, dem Schrauberblog sowie berufsbildenden Verbänden weiter ausgebaut.