Kfz-Studie 2026 Österreich : Trotz E-Auto-Trend: Benziner bleiben beim Autokauf in Österreich vorne
Zwischen Sicherheitsbewusstsein und technologischem Fortschritt bleibt das Auto für viele unverzichtbar.
- © loreanto - stock.adobe.comDie Kfz-Studie 2026 der Wiener Städtischen Versicherung, durchgeführt vom Gallup Institut, zeichnet ein differenziertes Bild der Mobilität in Österreich. Trotz wachsender Bedeutung alternativer Antriebe bleiben klassische Verbrennungsmotoren die bevorzugte Wahl.
Aktuell fahren 58 Prozent der Befragten einen Benziner, 37 Prozent einen Diesel. Hybrid- oder Elektrofahrzeuge nutzen 14 Prozent.
Auch beim geplanten Autokauf dominieren weiterhin Verbrenner: Rund ein Drittel der Befragten bevorzugt Benzin, 28 Prozent Diesel und 25 Prozent Hybrid. Reine Elektrofahrzeuge liegen mit 14 Prozent deutlich dahinter.
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Auto bleibt zentral im Alltag
Für rund zwei Drittel der Bevölkerung ist das Auto ein unverzichtbarer Bestandteil des Alltags. Im ländlichen Raum liegt dieser Wert bei 74 Prozent. Für 30 Prozent der Befragten hat die Bedeutung des Autos in den vergangenen Jahren zugenommen, während sie für 55 Prozent unverändert blieb.
Gleichzeitig schätzen sich acht von zehn Österreicherinnen und Österreichern als (sehr) gute Autofahrer ein. Männer bewerten ihre Fahrweise mit 86 Prozent etwas besser als Frauen mit 79 Prozent.
Verhalten im Straßenverkehr und neue Regelungen
Die Mehrheit hält sich auf Autobahnen an die Tempolimits. Rund ein Fünftel gibt jedoch an, durchschnittlich schneller als erlaubt zu fahren. Besonders auffällig ist die Generation der 30- bis 45-Jährigen, von denen 26 Prozent angaben, häufiger über 130 km/h zu fahren.
Die Einführung der digitalen Vignette wird unterschiedlich bewertet: 49 Prozent sehen darin eine Verbesserung, 51 Prozent lehnen sie als Zwangsdigitalisierung ab.
Deutlich höhere Zustimmung erhalten die neuen §57a-Pickerl-Intervalle: Mehr als 70 Prozent bewerten die geplante Verlängerung auf zwei Jahre positiv.
Offenheit für neue Technologien
Rund 60 Prozent der Befragten können sich vorstellen, künftig ein autonom fahrendes Auto zu kaufen. Gleichzeitig bestehen weiterhin Vorbehalte, insbesondere bei Frauen, die automatisiertes Fahren kritischer beurteilen.
Auch technische Sicherheitslösungen stoßen auf Zustimmung: Etwa zwei Drittel sprechen sich für Alkohol-Wegfahrsperren im Fahrzeug aus.
Versicherungsschutz mit Entwicklungspotenzial
42 Prozent der Autobesitzer verfügen über eine Vollkaskoversicherung, mit leicht steigender Tendenz. Gleichzeitig nutzt rund ein Drittel ausschließlich die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung.
Die Teilkaskoversicherung ist vor allem bei jüngeren Fahrzeughaltern verbreitet. Insgesamt zeigt die Studie, dass das Bewusstsein für umfassenden Versicherungsschutz zunimmt, gleichzeitig aber noch Potenzial besteht.