Industrial Metaverse in der Produktion : Schaeffler erhält Innovationspreis für neue Fertigungstechnologie

Klaus Rosenfeld (dritter von rechts) nimmt gemeinsam mit dem Schaeffler-Projektteam den Deutschen Innovationspreis in der Kategorie „Großunternehmen“ entgegen.

Klaus Rosenfeld (dritter von rechts) nimmt gemeinsam mit dem Schaeffler-Projektteam den Deutschen Innovationspreis in der Kategorie „Großunternehmen“ entgegen.

- © argum

Schaeffler hat den Deutschen Innovationspreis in der Kategorie „Großunternehmen“ erhalten. Ausgezeichnet wurde die Implementierung eines eigenen Industrial Metaverse in den Produktionswerken des Unternehmens. Das System verbindet reale Fertigungsumgebungen mit digitalen, dreidimensionalen Simulationen. Ziel ist eine effizientere und datenbasierte Produktion.

Verknüpfung von realer und virtueller Fertigung

Das Industrial Metaverse bildet Produktionsprozesse digital ab und kombiniert diese mit Simulationen physikalischer Abläufe. Zusätzlich integriert es Steuerungssoftware für autonome Systeme, darunter fahrerlose Transportfahrzeuge und Roboter. Mithilfe von Physical AI werden Sensordaten ausgewertet und für die Optimierung von Abläufen genutzt. Bewegungsabläufe von Robotern können zunächst in der virtuellen Umgebung trainiert werden, bevor sie in der realen Produktion eingesetzt werden.

Einsatz an mehreren Standorten

Das System wird laut Unternehmen bereits an zehn Standorten eingesetzt. Bis 2030 ist eine Ausweitung auf 50 Prozent der weltweiten Werke geplant. Durch die Kombination von Simulation und realer Anwendung sollen auch komplexe oder bisher wirtschaftlich schwer umsetzbare Prozesse automatisiert werden.

Grundlage für autonome Produktion

Das Industrial Metaverse gilt als Basis für den Einsatz autonomer Produktionssysteme. Dazu zählen unter anderem humanoide Roboter und weitere cyberphysische Systeme. Die Auszeichnung unterstreicht laut Unternehmen die Bedeutung digitaler Technologien und künstlicher Intelligenz für die Weiterentwicklung industrieller Fertigung.