Schipper: "Motorsport ist Teil des künftigen Geschäftsplans" : KTM-Insolvenz: Kein Ausstieg aus Motorsport, offene Gehälter werden bezahlt

"Wir werden wie geplant zumindest bis 2026 in der MotoGP dabei sein", betonte Schipper. Auch ein MotoGP-Engagement über das kommende Jahr hinaus sei denkbar.

"Wir werden wie geplant zumindest bis 2026 in der MotoGP dabei sein", betonte Schipper. Auch ein MotoGP-Engagement über das kommende Jahr hinaus sei denkbar.

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Trotz der Insolvenz ist bei Motorradhersteller KTM kein Ausstieg aus dem Motorsport geplant. Das bestätigte Christopher Schipper, Geschäftsführer von KTM Österreich, gegenüber der APA. "Wir brauchen den Motorsport als Hauptinstrument für die Vermarktung unserer Produkte", erklärte Schipper und ergänzte, dies sei auch die Ansicht von KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer.

Man sei in dieser Angelegenheit in ständigem Austausch mit Sanierungsverwalter Peter Vogl. "Er ist klarerweise massiv involviert und kennt mittlerweile den Stellenwert des Motorsports als Vermarktungsinstrument. Der Motorsport ist Teil des künftigen Geschäftsplans, wer auch immer Eigentümer und Investor sein wird", meinte Schipper.

"Zumindest bis 2026" in der MotoGP

Vogl bezifferte zuletzt die jährlichen KTM-Ausgaben für den Bereich Motorsport auf 95 Millionen Euro, allein 46 Millionen davon entfallen auf MotoGP. An die Motorrad-Königsklasse ist KTM vertraglich bis 2026 gebunden, ein vorzeitiger Ausstieg würde Pönalen nach sich ziehen. 

"Wir werden wie geplant zumindest bis 2026 in der MotoGP dabei sein", betonte Schipper und beteuerte, auch ein MotoGP-Engagement über das kommende Jahr hinaus sei denkbar.

KTM hat Dezemberlöhne überwiesen

Ein wenig aufatmen konnten die Mitarbeitenden von KTM mit Sitz in Mattighofen: die Auszahlung der offenen November-Gehälter und -Löhne sowie des Weihnachtsgelds hat begonnen. "Viele Mitarbeiter haben das Geld aus dem Insolvenzentgeltfonds schon erhalten", bestätigte ein Unternehmenssprecher laut Medienberichten. KTM habe die Dezemberlöhne – wie üblich bis zur Mitte des Folgemonats – überwiesen. Die Gehälter für jenen Monat gab es Ende 2024, informierte der Unternehmenssprecher weiter. 

KTM AG, KTM Components GmbH und KTM Forschungs- und Entwicklungs GmbH hatten vor ihrer Insolvenz nicht mehr gezahlt. Nicht ganz 3.500 Anträge zur Auszahlung seien beim Insolvenzentgeltfonds eingelangt, heißt es dort. Rund die Hälfte sei am Montag angewiesen worden, der Rest erfolge noch in dieser Woche. Der Forderungsumfang betrage knapp 20 Millionen Euro.

Diese Woche folgen zudem die geplanten Kündigungen – nach 250 Mitarbeitern Ende des Vorjahres erhalten diese Woche bis zu 300 weitere Mitarbeiter ihre Kündigungen.