Die Hitze bricht in diesem Sommer Rekorde. Doch es ist nicht alles Sonnenschein. Leider werden auch Rekorde bei Gletscherschmelze und Dürrekatastrophen gebrochen. Der Klimawandel hat die Natur und uns im Griff. Unsere Mobilität ist davon ebenso betroffen. Strenge Richtlinien sehen einen Umstieg auf alternativ-betriebene Fahrzeuge vor. Der Fuhrpark wird ergänzt durch bislang untypische Gefährte wie E-Bikes oder E-Roller. Doch neben diesen grundlegenden Veränderungen bei der Antriebstechnologie, ist auch im Fahrzeugbau das Ende der ökologischen Fahnenstange längst nicht erreicht. Schon gar nicht, wenn es um das Einsparen von CO2-Emissionen geht. Beweis dafür, sind die Bestrebungen einiger eifriger Forscherinnen und Forscher in Österreich, die den nachhaltigen Werkstoff Holz im Fahrzeugleichtbau zur Serienreife verhelfen wollen.
Derzeit manifestieren sich diese Bestrebungen noch in Forschungsprojekten, doch Christian Tippelreither, Geschäftsführer beim Holzcluster Steiermark, erkennt die Aufbruchsstimmung und das starke Interesse seitens der Industrie. „In Österreich haben wir die Ressourcen und die Globalplayer, die es braucht, um den Holzleichtbau im Fahrzeugwesen zu etablieren", betont Tippelreither in einem Gespräch mit AUTOSERVICE und ergänzt: "Wir stehen am Anfang davon, dass die heimische Holzbranche als Zulieferer der Fahrzeughersteller agieren kann und völlig neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze entstehen."