AVILOO

Batteriediagnose für E-Autos

Rein batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge kommen immer öfter in den Gebrauchtwagenmarkt. Dort ist es für Handel und Konsument zentral zu wissen, ob der Akku noch ordnungsgemäß funktioniert. Das österreichische Startup AVILOO hat dazu ein Verfahren entwickelt.

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(v.l.) ÖAMTC-Cheftechniker Thomas Hametner, AVILOO-CTO DI Nikolaus Mayerhofer und AVILOO-CEO DI Wolfgang Berger

Konkret werden im Rahmen einer Fahrt zur Batterieentleerung in der AVILOO Battery Cloud Millionen Datenpunkte analysiert, die eine genaue Diagnose des Batteriezustandes erlauben. Nach Abschluss des Tests wird ein Prüfzertifikat erstellt. Dieses wird mit einer Prozentangabe angegeben und zeigt, wie weit die Antriebsbatterie bereits gealtert ist. Angeboten wird das AVILOO-Verfahren seit Juni vorerst exklusiv vom ÖAMTC. „Der Preis für den Test und das Zertifikat beträgt 180 Euro inklusive MwSt. – eine gute Investition, wenn man bedenkt, wie wichtig die Information zum Zustand der Batterie für den Fahrzeugwert ist“, betont ÖAMTC-Cheftechniker Thomas Hametner.

„Traktionsbatterien sind chemische Energiespeicher, die durch Belastung einem natürlichen Alterungsprozess unterliegen und mit der Zeit ihre Speicherfähigkeit verlieren. Ebenso kann das Nutzungsverhalten wie zum Beispiel ein permanenter Bleifuß, oder häufiges Laden mit hohen Ladeleistungen zu schnellerer Alterung der Batterie in e-Autos führen“, erklärt AVILOO-CTO DI Nikolaus Mayerhofer. „Wir freuen uns über die Markteinführung und dass Konsumenten von unserer Innovation profitieren können“, ergänzt AVILOO-CEO DI Wolfgang Berger. Die Überprüfung erfolgt datenbasiert und die Batterie muss für den Test nicht ausgebaut werden. Für den Testvorgang benötigt man lediglich die AVILOO Box, die an die OBD-Schnittstelle im Auto angesteckt wird.