Bilanz 2019

Bosch hält weiterhin die Spur

Trotz eines nicht gerade einfachen konjunkturellen Umfelds konnte die Bosch-Gruppe im Jahr 2019 ihr Umsatzniveau gegenüber dem Vorjahr halten.

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Weiterhin hohe Investitionen in die vernetzte Mobilität

Demnach erzielte der Technologiekonzern 2019 einen Umsatz von 77,9 Milliarden Euro. Die Erlöse entsprachen dem Vorjahreswert, fielen wechselkursbereinigt allerdings um 1,1 % geringer aus. Der Investitionswille ist ebenfalls weiterhin gegeben, denn alleine 2020 will Bosch mehr als eine Milliarde Euro für die elektrifizierte, automatisierte und vernetzte Mobilität der Zukunft aufwenden. „Als Innovationsführer gestalten wir die Mobilitätswende maßgeblich mit und nutzen die sich ergebenden Chancen“, betont Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

Im Geschäftsjahr 2019 lag das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) bei rund 3 Milliarden Euro. Die EBIT-Rendite liegt damit voraussichtlich bei knapp 4 % vom Umsatz. Die rückläufige Automobilproduktion insbesondere in den wichtigen Märkten China und Indien, weiter gesunkene Diesel-Nachfrage bei Pkws, hohe Restrukturierungskosten vor allem in der Mobilitätssparte sowie steigende Vorleistungen für Zukunftsprojekte belasteten das Ergebnis.

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Automobilproduktion weiterhin rückläufig erwartet

Bosch rechnet damit, dass die globale Automobilproduktion 2020 das dritte Jahr in Folge schrumpfen wird. Das Unternehmen erwartet in diesem Jahr einen weiteren Rückgang von 2,6 % auf weltweit noch rund 89 Millionen Fahrzeuge – gegenüber 2017 fast 10 Millionen Einheiten weniger. Bosch stellt sich auf ein gleichbleibendes Niveau in den kommenden Jahren ein und rechnet nicht vor 2025 mit einer Steigerung der globalen Automobilproduktion. „Die Mobilitätswende bringt nicht das Mobilitätsende – schon gar nicht das Ende des Autos“, so Denner. „Der fundamentale Umbruch der Automobilbranche birgt große Chancen für Bosch.“ Dazu zähle der künftig steigende Mobilitätsbedarf. Um fast 50 Prozent soll laut dem Weltverkehrsforum ITF bis 2030 der weltweite Personenverkehr gegenüber 2015 ansteigen. „Das Auto bleibt auf absehbare Zeit Verkehrsmittel Nummer eins – mit besten Voraussetzungen, ein noch sichereres, komfortableres und klimafreundlicheres Verkehrsmittel zu werden“, erklärte der Bosch-Chef. Auch neue Technologien wie das Internet der Dinge (IoT), künstliche Intelligenz (KI) oder die Brennstoffzelle werden die Mobilitätswende weiter voranbringen.