EDV-Umstellung gemeistert

Derendinger startet neu durch

Das Jahr 2018 war für den Vollsortimenter Derendinger kein einfaches. Durch eine EDV-Umstellung konnte man nicht die gewohnte Leistung erbringen und musste Umsatzeinbußen hinnehmen. Nun ist dieses Projekt aber abgeschlossen und man geht daran, das Vertrauen der Kunden wiederzugewinnen.

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(v.r.) Derendinger-Geschäftsführer Bruno Weidenthaler und Andreas Frühwirth, Head of Category PC/Wheels SAG Austria Handels GmbH

„Wir können unsere Leistung nun wieder mit der gewohnten Zuverlässigkeit erbringen und sind zuversichtlich, mit unserem neuen Online-Katalog auch Neukunden zu gewinnen“, betonte Derendinger-Geschäftsführer Bruno Weidenthaler im Rahmen eines AUTOSERVICE-Interviews auf der AutoZum. Doch die EDV-Umstellung war nur ein Baustein, um das Unternehmen zukunftsfit zu machen. Die Zusammenarbeit mit Motiondata, wo man Kunden aktiv Dealer Management Systeme und Cloudlösungen anbietet, gestaltet sich ebenso positiv wie die Rückmeldungen erster potenzieller Kunden. „Die Cloudlösung hat de facto keinen Wartungsaufwand, somit können sich unsere Kunden komplett auf ihr Tagesgeschäft konzentrieren.“ Im Bereich Werkstattausrüstung, der übrigens im Vergleich zum Ersatzteilgeschäft im Vorjahr auf stabilem Niveau geblieben ist, ist Derendinger dank renommierter Lieferanten technologisch auf dem neuesten Stand. „Bei Techpool fokussieren wir auf bestehende Produkte und bieten Ausbildung, Weiterbildung und gezieltere Trainings in jenen Bereichen, die vom Markt besonders stark nachgefragt werden“, so Weidenthaler.

Im Ersatzteilgeschäft will man die Mehrmarkenstrategie konsequent leben. Dazu gehört auch die neue Derendinger-Eigenmarke QWP für die zeitwertgerechte Reparatur. Eine Ein-Marken-Strategie fährt man hingegen weiterhin beim Motoröl: In diesem Segment hat sich die Kooperation mit Motorex als Erfolgsgeschichte manifestiert. Der im Schnitt viermaligen Zustellung pro Tag will man treu bleiben, daneben Mehr- oder Doppelbestellungen reduzieren. Neben dem neuen Online-Katalog soll auch eine für die nahe Zukunft angekündigte App-Lösung dazu beitragen, dass der Kunde immer das richtige Ersatzteil bestellt. Im Filialnetz setzt man auf Konzentration, kleinere Einheiten werden aktuell mit größeren zusammengeführt. 27 SAG-Standorte sollen übrigbleiben, damit kann man den österreichischen Markt flächendeckend bedienen. „Bei den Werkstattkonzept-Partnern herrscht ebenso Stabilität vor. Mit unseren 190 plusService- und 10 Unicar-Betrieben sind wir am Markt gut positioniert“, schloss Weidenthaler.