Wirtschaft

Lackindustrie macht Rohstofflage zu schaffen

Die heimische Lackindustrie hat das Corona-Jahr 2020 praktisch mit Geschäften wie im Jahr davor überstanden. Die Rohstofflage bleibt aber weiterin prekär.

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Die heimische Lackindustrie hat das Corona-Jahr 2020 praktisch mit Geschäften wie im Jahr davor überstanden. Gestiegene Exporte vor allem nach Deutschland haben dafür gesorgt. Die Rohstofflage für die Branche bleibe aber weiterhin prekär und die EU-Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit lasse eine noch strengere Regulierung von Stoffen befürchten, teilte der Chemie-Fachverband FCIO am Montag mit. Aktuell ist die Auftragslage der Branche sehr gut.

Die Branche verzeichnete voriges Jahr einen leichten Rückgang der Produktion auf 168.000 Tonnen Lack- und Anstrichmittel (2019 noch 170.000 Tonnen). Der Gesamtumsatz lag bei 474 Millionen Euro und damit um 0,8 Prozent übedem Jahr 2019. Die Exporte zum wichtigsten Handelspartner Deutschland stiegen um knapp 13 Prozent. Importiert wurden von dort Farben und Lacke um 290 Millionen Euro, importiert um 112 Millionen Euro.

"Sorge bereitet uns momentan die Rohstoffsituation", so Hubert Culik, Obmann der österreichischen Lackindustrie. "Durch den Konjunkturaufschwung in Südostasien kommen viele Rohstoffe gar nicht bis zu uns. Sogenannte "Force-Majeure"-Fälle (Fälle höherer Gewalt, Anm. d. Red.) wie etwa bei Schlüsselrohstoffherstellern für Epoxidharze tragen ebenfalls zur angespannten Lage bei."

Gelinge es Unternehmen, erforderliche Rohstoffe einzukaufen, sei der Transport das nächste Hindernis, verweist Culik auf die Lieferkettenproblematik. Bei den 26 Betrieben der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie arbeiten rund 3.000 Menschen.