Kfz-Service- und Überprüfungskosten

Nagl kontert AK Wien

Alle Jahre wieder informiert die Arbeiterkammer Wien in der Sommerzeit die Öffentlichkeit mit eigenen Erhebungen aus der Kfz-Servicebranche. Mit der Schlagzeile "Kosten für Auto-Reparaturen geben Gas" werde ein wenig über das Ziel hinausgeschossen, kritisiert der Bundesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik, Komm.-Rat Friedrich Nagl.

Komm.-Rat Friedrich Nagl, Bundesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik

Die Preise seien gestiegen, merkt Nagl an, die Erhöhung bei den Stundensätzen betrage gemittelt 2,86 %, gleiches gelte für die Kosten einer §57a-Untersuchung. Nagl freut sich über diese Erhebungen, denn er könne gleichzeitig festhalten, dass im gleichen Zeitraum die Kollektivvertragslöhne um 3 %, der Energie-VPI um 3,6 %, der Mikrowarenkorb um 3,3 % und der Miniwarenkorb sogar um 5,5 % gestiegen sind.

„Wir haben also nur einen Teil unserer Mehrbelastungen auf die Stundensätze aufgeschlagen. Den Rest schlucken die Werkstätten.“ Bei der § 57a-Untersuchung ist auch bekannt, dass die Autofahrerklubs keine 20 % Mehrwertsteuer verrechnen müssen und dementsprechend günstiger sind. Der Bundesinnungsmeister spricht sich dafür aus, etwas Objektivität in diese wiederkehrenden Marktuntersuchungen zu bringen. Er bietet der Arbeiterkammer Wien an diese gemeinsam durchzuführen und im Anschluss abgestimmt darüber zu berichten.