Produktion

Porsche eröffnet eigene Produktionsstätte für neuen Taycan

Anstelle eines klassischen Fließbandes kommen beim Taycan fahrerlose Transportsysteme zum Einsatz, auf denen Bauteile und Fahrzeuge von Station zu Station bewegt werden.

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Porsche hat gemeinsam mit 320 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien die neue Fabrik für den Taycan am Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen eröffnet. Es handelt sich um die erste Porsche-Fabrik, die allein auf die Produktion eines elektrisch angetriebenen Sportwagens ausgelegt ist. Dazu wurden eigens Fertigungselemente geschaffenen. Für Vorstands-Chef Oliver Blume ist der Taycan bereits jetzt eine neue "Ikone": „Er ist anders als unsere bisherigen Fahrzeuge und doch ein typischer Porsche - innovativ, sportlich und emotional.“

Von der Präsentation der Konzeptstudie Mission E auf der IAA 2015 bis zum Produktionsstart der ersten Kundenfahrzeuge des Taycan sind weniger als 48 Monate vergangen. „Wir bekennen uns zu den im Dezember 2015 in Paris vereinbarten Klimazielen und stehen ganz klar in der Verantwortung, umweltbelastende Emissionen zu reduzieren“, sagt Albrecht Reimold, Vorstand Produktion und Logistik bei Porsche. Doch die eigenen Bestrebungen gehen laut Angaben des Luxus-Autobauers darüber hinaus: „Porsche verfolgt das Ziel der ‚Zero Impact Factory‘, einer Produktion ohne negative Umweltauswirkungen", so Reimold. 

Die Fertigung ist des neuen Taycan ist vernetzt und flexibel. Anstelle eines klassischen Fließbandes kommen bei Porsche fahrerlose Transportsysteme zum Einsatz, auf denen Bauteile und Fahrzeuge von Station zu Station bewegt werden. „Wir nennen unseren Weg in das neue Zeitalter 'Porsche Produktion 4.0'. Mit neuesten Technologien vernetzen wir die digitale mit der mechanischen Welt“, sagt Reimold. „Der Mensch steht bei Porsche weiterhin im Mittelpunkt. Die Porsche-Mitarbeiter sind integraler Teil des Projekts. Und schließlich produzieren wir Fahrzeuge von Menschen für Menschen.“

Mit dem Porsche Taycan entstehen 1.500 neue Arbeitsplätze am Standort Zuffenhausen. Insgesamt investiert das Unternehmen bis 2022 mehr als sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität. In die neuen Produktionsanlagen allein hat das Unternehmen insgesamt 700 Millionen Euro investiert, eine Milliarde inklusive des neuen Karosseriebaus, der auch für die aktuelle Generation des Porsche 911 genutzt wird. Die neue Fabrik ergänzt die Produktion zweitüriger Sportwagen, von denen am Traditionsstandort Zuffenhausen täglich 250 Fahrzeuge der Baureihen 911 und 718 entstehen.