Zulieferer : Schwacher E-Automarkt dämpft Gewinnwachstum des Batterieriesen CATL

CATL Stand 2019
© CATL

Der weltgrößte Hersteller von Elektroauto-Batterien CATL in China hat seinen Gewinn im dritten Quartal deutlich langsamer gesteigert als zuvor. Das Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,7 Prozent auf umgerechnet 1,34 Milliarden Euro, wie CATL mitteilt. Im zweiten Quartal hatte das Unternehmen noch ein Plus von 63 Prozent erzielt, im zweiten Quartal des Vorjahres lag das Ergebniswachstum sogar bei 188 Prozent.

CATL stehe unter Druck, weil die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien schwächer als erwartet sei und Konkurrenten Batterien billiger verkauften, erklärten Analysten der Citigroup. Möglicherweise müsse auch CATL seine Preise senken, um seinen Marktanteil zu sichern.

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Der Marktanteil von CATL sank von Juli bis September nach Daten des Verbandes der chinesischen Autobatteriehersteller CABIA von 45 auf 39 Prozent. Die Konkurrenten BYD und CALB, die Nummern zwei und drei, steigerten den Absatz im Verlauf des Jahres bis Ende September um mehr als 71 Prozent, während CATL über neun Monate nur einen Anstieg von knapp 19 Prozent schaffte.

Hintergrund ist die sinkende Nachfrage nach E-Autos in China, die einen Preiskrieg unter den Autobauern auslöste. Diese versuchen wiederum, billiger bei Batterieherstellern und anderen Zulieferern einzukaufen.

(APA/red.)