Acoat Selected

Appell zum Umdenken in Lackierbetrieben

Die Themen E-Mobilität und autonomes Fahren zogen sich wie ein roter Faden durch die diesjährige Acoat Selected Management-Konferenz in Frankfurt am Main. Wie jedes Jahr hatte der Lackhersteller AkzoNobel seine aktuell 397 Netzwerkpartner aus dem Raum Österreich, Deutschland und Schweiz geladen, heuer konnten knapp 750 Teilnehmer gezählt werden.

Von

(v.l.) Benjamin Burkard, Vertriebsleiter DACH AkzoNobel, Daniel Kapeller, Vertriebsleiter AkzoNobel VR (Vehicle Refinish) Österreich, und Kai Gräper, Acoat Selected Manager DACH, informierten in Frankfurt zu aktuellen Trends und Herausforderungen

Wie weit die Wünsche (der Politik) und die Realität manchmal auseinanderliegen, skizzierte Benjamin Burkard, Vertriebsleiter DACH bei AkzoNobel. Der Anteil der rein batterieelektrisch betriebenen Fahrzeuge am deutschen Markt wird bis 2030 lediglich 7 bis 12 % betragen. Obwohl die E-Mobilität also derzeit noch ein Nischenthema ist, erfolgte der eindringliche Appell an die Vertreter der anwesenden Karosserie- und Lackierbetriebe, das Thema nicht unter den Teppich zu kehren, sondern aktiv anzugehen.

Auch aufgrund der 2020 bis 2022 angekündigten Produktoffensive der Automobilhersteller in Richtung umweltfreundlicher Mobilität werden die Lackierwerkstätten in dieser Thematik rasch Fuß fassen müssen. „Der Reparaturprozess wird komplexer und die Arbeitssicherheit bei Hochvolt-Reparaturen immer wichtiger. Das Finden und Behalten von Fachkräften rückt zunehmend in den Fokus. Der Umsatz in den Betrieben wird sich vielleicht nicht signifikant ändern, aber gewisse Tätigkeiten, die heutzutage durchgeführt werden, werden wegfallen. Es gilt, diese Veränderungen als Chance zu begreifen – es braucht neben der Bewusstseinsänderung auch eine Investitionsbereitschaft. Der Schlüssel zum Erfolg ist und bleibt aber die handwerkliche Leistung“, betonte Burkard.

Einen detaillierten Nachbericht zur Management-Konferenz lesen Sie in der AUTOSERVICE-Printausgabe im Dezember.