Werk

Autozulieferer Kendrion verlässt Steiermark

Der niederländische Autozulieferer Kendrion schließt bis Mitte 2022 sein Werk in Eibiswald im Bezirk Deutschlandsberg. Damit gehen rund 100 Arbeitsplätze verloren. Die Produktion wird an andere Standorte verlagert.

Der niederländische Automotiv-Zulieferer Kendrion schließt bis Mitte 2022 sein Werk im steirischen Eibiswald (Bezirk Deutschlandsberg). Das bedeutet den Verlust von 106 Jobs, wie das Unternehmen einen Bericht der "Kleinen Zeitung" bestätigte. "Im Zuge der strategischen Neuausrichtung seiner europäischen Fertigungsstandorte wird das Werk schließen", hieß es auf APA-Anfrage. Die Fertigungslinien in Eibiswald würden an andere Standorte verlagert.

Man erwarte sich dadurch eine optimierte Kapazitätsauslastung, niedrigere Gemeinkosten sowie eine bessere Abstimmung, hieß es u.a. auf Anfrage schriftlich. Kendrion entwickelt, fertigt und vermarktet elektromagnetische Systeme und Bauteile in den Bereichen "kollaborative Roboter" sowie selbstfahrende und elektrische Fahrzeuge. Die Konzernleitung hatte die Mitarbeiter in einem Rundschreiben von der Entwicklung informiert, wie die Zeitung berichtete. "Da am Standort Eibiswald kaum Chancen bestehen, die einbrechenden Umsatzerlöse anderweitig zu erzielen, wird das Werk wirtschaftlich nicht mehr tragbar sein", wurde mitgeteilt.

Zum einen seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie hauptverantwortlich für die Schließung, zum anderen werden die auslaufenden Projekte nicht weiter verlängert. Für den Moment solle der Betrieb aber weiterlaufen. Laut "Kleine Zeitung" soll es Interessenten für den Standort geben.