GVA-Kongress

Eine Branche trotzt dem Konjunkturrückgang

Mehr als 270 Entscheider aus dem freien Kfz-Teilehandel, der dazugehörigen Industrie und den Anbietern technischer Informationen nahmen an der diesjährigen Jahresmitgliederversammlung des Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) in Hannover teil. Am zweiten Tag folgte traditionell der GVA-Kongress.

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(v.l.) GVA-Präsident Hartmut Röhl, GVA-Geschäftsführerin Marita Kloster und VFT-Obmann Walter Birner

„Nach zehn guten Jahren gibt es nun eine kleine Delle mit rund zwei Prozent Umsatzrückgang. Mit diesem kleinen Einbruch kann die Branche leben und wir lassen und auch durch Panikmeldungen, die mit dem Einzug neuer Technologien und Fahrzeugantriebe einhergehen, nicht verunsichern“, betonte GVA-Präsident Hartmut Röhl. Durch den aktuellen Fahrzeugbestand gibt es noch auf Jahre und Jahrzehnte genügend Arbeit für die freien Kfz-Werkstätten und damit auch für den freien Teilehandel. Die Konsolidierung im Teilehandel wird hingegen seine Fortsetzung finden. „Wir rechnen mit weiteren Übernahmen im Bereich der großen Unternehmen und mit weiteren Fusionen eine Ebene darunter“, so Hartmut Röhl.

Beim großen Thema des freien Zugangs zu den im Fahrzeug generierten Daten ortet der GVA-Präsident zurzeit Bemühungen der OEM, verstärkt das Schlagwort Cybersecurity in die Diskussion einzubringen, um so die eigene Position zu stärken. Das von den OEM favorisierte Modell mit OEM-eigenen Servern, auf denen die Fahrzeugdaten lagern („Extended Vehicle“), wurde wie bekannt einer Machbarkeitsstudie unterzogen und in Folge dessen hat die EU-Kommission festgestellt, dass dieses Konzept dem Wettbewerbsrecht nicht standhält. Eine Entscheidung aus Brüssel zu dieser Causa wird wohl noch einige Monate auf sich warten lassen.