Übernahme

Johnson Controls Power Solutions firmiert künftig unter Clarios

Mit einem neuen Finanzinvestor und einem neuen Namen tritt die Johnson Controls Fahrzeugbatterien-Sparte aktuellen Trends entgegen. Der Ur-Konzern konzentriert sich auf den Bereich Gebäudetechnik.

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Die Fahrzeugbatterien-Sparte von Johnson Controls wurde für fast zwölf Milliarden Euro an einen kanadischen Finanzinvestor veräußert. Seit dem 30. April gehört der Batteriehersteller nicht mehr zum amerikanischen Industriekonzern Johnson Controls, sondern zu der kanadischen Finanzholding Brookfield Business Partners. Nun ist es zu einer Namensänderung gekommen, wie heute Donnerstag bekannt gegeben wurde. Ab sofort wird die Johnson Controls Power Solutions den Namen Clarios tragen. 

Der neue Namen stehe sinnbildlich für „Klarheit für die Zukunft“, erklärte ein Sprecher. Mit dem Eigentümer Brookfield könne auf aktuelle Trends besser eingegangen werden. Clarios produziert weiterhin in erster Linie Starterbatterien für Autos und Nutzfahrzeuge - vor allem klassische Blei-Säure-Batterien und moderne Start-Stop-Batterien, nicht die größeren Traktionsbatterien für Elektroautos. Batterien würden immer wichtiger, „da in den heutigen Fahrzeugen mehr als hundert elektrische Geräte eingebaut sind“ und Verbrenner wie Stromer gleichermaßen auf Energie aus einer Batterie angewiesen sind. 

Clarios beschäftigt an weltweit 56 Standorten rund 16.000 Mitarbeiter. Die Zentrale befindet sich in Wisconsin in den USA. In Hannover-Stöcken liegen die Europa-Zentrale und ein wichtiges Werk, insgesamt arbeiten hier 1300 Menschen. Damit gehört Clarios zu den 20 größten Unternehmen der niedersächsischen Landeshauptstadt. Die Geschichte des Standorts geht zurück bis in die Dreißiger Jahre, er gehörte jahrzehntelang zum Varta-Konzern.