Werkstättenausrüster Kastner

Schmarl-Brüder setzen auf Blowtherm-Lackieranlage

Eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet den Innsbrucker Werkstättenausrüstungsspezialisten Kastner mit dem Karosserie- und Lackierbetrieb Schmarl aus Rum (Bezirk Innsbruck-Land). Dort konnte vor einigen Monaten eine neue Lackieranlage des renommierten italienischen Herstellers Blowtherm in Betrieb genommen werden.

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© Granzer-Schrödl

(v.r.) Firmenchef Elmar Schmarl und Kastner-Gebietsleiter Hannes Annewanter vor der im Juni 2018 in Betrieb genommenen Blowtherm-Lackierkabine. Der Werkstättenausrüster Kastner ist exklusiver Vertriebspartner des renommierten italienischen Lackieranlagen-Herstellers

Die Besonderheit des Projekts lag laut Kastner-Gebietsleiter Hannes Annewanter in den räumlichen Gegebenheiten. Die im Modulsystem erhältliche Blowtherm-Lackieranlage wurde bei der Firma Schmarl in den Abmessungen 7 mal 4 Meter passgenau montiert, ebenso wurden die Aggregate an die begrenzten räumlichen Bedingungen angepasst. „Die Lackierkabine selbst ist mit zwei Sonderpositionen ausgestattet, einerseits mit einer 3,5-Tonnen- Hebebühne mit Radaufnahme und andererseits mit der Blowtherm-Technologie Ultra Air Speed. Damit wird im Gegensatz zu herkömmlichen Ventilationssystemen der Luftstrom auf die vierfache Geschwindigkeit beschleunigt. Das führt zu höherer Energieeffizienz und schnelleren Prozessen“, erklärt Hannes Annewanter.

„Die Alt-Anlage bestand seit dem Jahr 1990 und im Zuge der Modernisierung stand für mich von Anfang an fest, dass die neue Lackierkabine unbedingt mit einer Hebebühne ausgestattet sein muss. Im Gesamtprojekt war es für mich wichtig, mit der Firma Kastner einen guten und kompetenten Partner gefunden zu haben, der in der Nähe beheimatet ist“, betont Firmenchef Elmar Schmarl, der gemeinsam mit seinem Bruder Jürgen den von den Eltern 1958 gegründeten Betrieb seit dem Jahr 1994 führt. In einer zweiten bestehenden Anlage werden nun vor allem Anbauteile lackiert, die im Juni 2018 in Betrieb genommene Blowtherm-Lackierkabine ist ausschließlich Fahrzeuglackierungen vorbehalten. Nun können die rund 20 Mitarbeiter 20 bis 30 Durchgänge pro Woche problemlos durchführen.

„Die Wertschöpfung bleibt in der Region“

Die Kooperation der beiden beteiligten Unternehmen besteht seit den 1970er-Jahren. „Wir waren und sind sehr zufrieden mit dem Service und der Dienstleistung der Firma Kastner; falls Hilfe gebraucht wird, ist diese schnell telefonisch verfügbar. Ein wesentlicher Vorteil ist allerdings die räumliche Nähe des Lieferanten, die dafür sorgt, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt“, erklärt Elmar Schmarl, der gleichzeitig auch Tiroler Landesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik ist.

Die beiden umtriebigen Firmenchefs Elmar und Jürgen Schmarl planen bereits die nächste Erweiterung. In einem noch zu errichteten Neubau auf dem insgesamt 2.300 m2 großen Firmengelände soll im nächsten Jahr Raum für ein Kalibriersystem für Fahrerassistenzsysteme geschaffen werden. In diesem Bereich hat Kastner mit der exklusiven Österreich-Vertretung für die Marke Autel das passende Produkt im Programm. Und auch eine Waschanlage ist mittelfristig geplant, wie Elmar Schmarl verrät.

© Granzer-Schrödl

Die Anlage versieht ihren Dienst ohne Fehl und Tadel. Die Steuerung erfolgt dabei einfach und problemlos

Ein Leben im Zeichen der Kunst

Die Fähigkeiten der beiden Schmarl-Brüder sind weit über die Landesgrenzen bekannt, arbeitete Elmar Schmarl doch über 10 Jahre als Freelancer für das Formel-1-Team von Toro Rosso, wo er gemeinsam mit dem bekannten Airbrush-Künstler Knud Tiroch seine Fertigkeiten unter anderem an Rennfahrzeugen und Sattelaufliegern demonstrierte. Daneben lackieren die beiden Brüder vielfältigste Gegenstände – vom Helm bis zum Werkstattwagen. Seit eineinhalb Jahren ist der Betrieb zudem ein „Tesla Approved Body Shop“ und kann dank der entsprechenden Ausstattung sämtliche Karosserie- und Lackierarbeiten an E-Fahrzeugen durchführen. Auch in seiner Funktion als Landesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik ist Elmar Schmarl Partner der Firma Kastner: So werden beispielsweise Hochvolt- sowie Klimaservice-Schulungen gemeinsam organisiert und abgehalten.