Getriebeölwechsel

So wird das Öl beim Automatikgetriebe gewechselt

Im Gegensatz zum Motorölwechsel ist der Ölwechsel bei Automatikgetrieben eine aufwendigere Angelegenheit. Auf was dabei zu achten, erfahren Sie hier.

Die Ölversorgung eines Automatikgetriebes übernimmt wichtige Aufgaben: Sie sichert zum Beispiel den Öldruck und den Ölstrom für die Lamellenkupplungen (Doppelkupplung), die Schalthydraulik, die Kühlung sowie die Schmierung der Bauteile. 

 

Genau wie der Motor, brauchen auch Automatikgetriebe Ölwechsel, damit alles wie geschmiert läuft. Jedoch ist diese Aufgabe nicht mit dem Motorölwechsel zu vergleichen. Auch Laien können Ahnung davon haben, wie die Ablassschraube für den Motorölwechsel geöffnet wird, damit das gesamte gebrauchte Öl herausfließen kann. Die wenigsten von ihnen werden jedoch Ahnung haben, wie beim Automatikgetriebe der Ölwechsel vonstattengeht - weshalb unbedingt der Fachmann aufgesucht werden sollte. Dieser kann nicht nur den Ölstand prüfen und gegebenenfalls richtig einstellen, sondern auch Fehler am Getriebe feststellen. Zum Beispiel ob es unter Last Geräusche von sich gibt, es fehlerhaft synchronisiert oder am Gehäuse etwas undicht ist. Es gibt aber noch eine Menge anderer Fehlerdiagnosen, die für Experten vorstellbar sind. 

Für den automatischen Austausch des Automatikgetriebe-Öls gibt es aber auch für Experten nützliche Helfer. Eines davon ist das neue Gear Tronic II des deutschen Öl- und Additivspezialisten Liqui Moly. Das Gerät soll den Vorteil bieten, dass nicht nur darauf spezialisierte Kfz-Werkstätten einen Ölwechsel am Automatikgetriebe durchführen können. Wer jedoch bei dieser Aufgabe zu schludrig zu Werke geht, schadet wohlmöglich dem automatischen Getriebe. Dann bleibt unter Umständen viel Altöl im Getriebe zurück, das eigentlich nicht drinnen bleiben sollte. Sogar von bis zu zwei Drittel der gesamten Ölmenge ist dann auszugehen. Auch hier kann der Gear Tronic II von Nutzen sein, denn er ermöglicht einen vollautomatischen Austausch der gesamten Ölmenge. Das sensible gleichzeitige Entleeren und Befüllen des Getriebes erfolgt vollautomatisch und muss nicht beaufsichtigt werden.

Der Zugang erfolgt je nach Fahrzeug entweder über das Messstab-Führungsrohr, über die Schlauchanschlüsse am Getriebeölkühler oder direkt am Getriebe. Um den Mechaniker bei seiner Arbeit zu entlasten, enthält das Gear Tronic II eine digitale Fahrzeugdatenbank und zeigt an, welches Getriebeöl das jeweilige Fahrzeug benötigt und wie groß die Füllmenge ist. Das vereinfacht den Arbeitsalltag und schützt vor Fehlern und teuren Reklamationen. Mit dem Gerät zum automatischen Ölwechsel von Automatikgetrieben lassen sich zudem Reinigungs- und Pflegeadditive in den Service integrieren. Das ist technisch sinnvoll und bedeutet ein Zusatzgeschäft für die Werkstatt.

Wissen zum Auffrischen: Diese Aufgaben erfüllen Ölpumpe und Ölfilter bei einem Automatikgetriebe

  • Die Ölpumpe wird über die mit Motordrehzahl laufende Pumpenwelle angetrieben. Der Schaltdruck des Automatikgetriebes beträgt zwischen drei und 20 bar. Ein Druckbegrenzungsventil öffnet bei einem Druck von circa 32 bar um die Bauteile im Ölkreislauf vor zu hohen Drücken zu schützen. Ein weiterer Druckölfilter sorgt für die Reinigung des Getriebeöls.  
  • Der Ölfilter ist direkt an das Getriebe geflanscht und in den Kühlkreislauf des Motors eingebunden. Die Schmierung der Zahnräder und Lager erfolgt durch direktes Anspritzen mit Öl mittels Ölspritzröhren. Dadurch kann das Ölniveau niedrig gehalten werden. Dies reduziert die Panschverluste und verbessert den Wirkungsgrad. 

Eine Video-Anleitung, wie der Automatikgetriebe-Ölwechsel mit dem Gear Tronic II funktioniert git es hier: 

https://www.youtube.com/watch?v=X8wT8i8cn80